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Drei weitere LEADER-Projekte eingeweiht

In den vergangenen Wochen konnten drei weitere Projekte eingeweiht werden. Den Anfang machte Ende Juni der Hohlenpfad in Mühlhausen-Tairnbach. Bei einer sommerlichen Wanderung wurde den zahlreichen interessierten Besuchern fachkundig die Hintergründe sowie Flora und Faune des Hohlwegepfades erläutert. Ab sofort weisen die neuen Holzschilder mit der Echse den Weg. Ein Informationsschild findet sich am Dreschplatz in Tairnbach, der sich auch gut als Start eignet. Mitte August wurden die E-Bike-Ladestationen, im Rahmen der Brunnenradtour feierlich ihrer Bestimmung übergeben wurden. Nur vier Wochen später folgte der Streu- und Wildobsthof Mitsch in Sulzfeld, dem ebenfalls die Förderplakette zum Abschluss des Projekts überreicht werden konnte. Ende September wird ein Herzensprojekt der Aktionsgruppe vorgestellt: Mit der Kraichgau-Apfelsaftschorle ist eine Regionalmarke entstanden. Die Schorle ist ab Ende September im Handel erhältlich.

Mit einer Eröffnungswanderung wurde der Hohlenwegepfad in Mühlhausen und Tairnbach eingeweiht. Der Pfad selbst besteht seit 2010 und macht auf die Kraichgauer Besonderheit der Hohlwege aufmerksam. Hohlwege haben sich durch jahrhundertelange Nutzung mit Fuhrwerken, Vieh oder abfließendes Wasser in das umgebende Gelände eingeschnitten. Der Kraichgauer Lößboden ist prädestiniert für diese Naturbesonderheit und so finden sich diese Wege überall in unserer schönen Landschaft. Diese Hohlwege müssen jedoch gepflegt werden, damit Sie auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben. Der Hohlwegelehrpfad möchte seinen Beitrag dazu leisten. Auf Informationstafeln wird der besondere Wert der Hohlwege dargestellt und dem Besucher nähergebracht. Zugleich werden die Wege besonders gepflegt und so für zahlreiche Tiere, Pflanzen und Bäume als wichtiger Lebensraum erhalten. Mit dem LEADER-Projekt wurde der Lehrpfad nun um 6 km erweitert und bezieht weitere Hohlwege ein. Zudem wurde auf dem Dorfplatz in Mühlhausen-Tairnbach vor der Dreschhalle eine große Informationstafel aufgestellt, die einen perfekten Einstieg in die Wanderung durch die Hohlpfade bietet. Über 50 Interessierte wollten die Eröffnungswanderung unter fachlicher Leitung von Dr. Birgitta Martens-Aly miterleben. Frau Dr. Martens-Aly hat als ehemalige Naturschutzbeauftrage des Gemeindeverwaltungsverbandes Rauenberg den Hohlwegepfad fachlich ausgearbeitet und maßgeblich mitgestaltet. Mittlerweile im Ruhestand wollte sie sich dieses freudige Ereignis der Eröffnung nicht nehmen lassen und persönlich den Wert dieses Pfades darstellen. Ihre Nachfolgerin im Amt als Umweltbeauftragte, Natascha Lepp, war auch dabei. Nach Grußworten von Bürgermeister Jens Spanberger und der LEADER-Kraichgau Vorsitzenden Sarina Pfründer sowie Ortsvorsteher Rüdiger Egenlauf wurde die Informationstafel enthüllt. Danach ging es auf den 6 km langen Rundweg um Tairnbach, vorbei an Weinbergen, Wiesen und Feldern, durch eine Klinge und Hohlwege unterschiedlicher Ausprägung. Dabei wurde die Flora und Fauna vorgestellt, wie Specht oder Ameisenlöwe und dessen Fangtrichter oder die Wiesen am Wegesrand, die als wichtige Bienen-Tankstelle funktionieren. Der erweiterte Weg kann ab sofort begangen werden. Die neuen prägenden Wegweiser des Hohlwegelehrpfades mit der Eidechse weisen zuverlässig den Weg. Infofaltblätter mit der gesamten Wegstrecke liegen im Rathaus Mühlhausen aus. Die Beschilderung und Herrichtung des Hohlwegelehrpfades wurde durch das LEADER-Förderprogramm im Fördermodul der „Landschaftspflegerichtlinie“ finanziell unterstützt.

Zahlreiche Radlerinnen und Radler nahmen am Sonntag, 12. August, an der Brunnenradtour durch die Kommunen Neckarbischofsheim, Helmstadt-Bargen, Reichartshausen, Neidenstein und Waibstadt teil. In diesem Rahmen und bei bestem Wetter fand dort die Einweihung neuer E-Bike-Ladestationen sowie zweier RadSERVICE-Stationen statt.Die Brunnenradtour startete am Vormittag mit 40 Teilnehmern am Rathaus in Neckarbischofsheim gemeinsam mit der Bürgermeisterin Tanja Grether und deren Amtskollegen aus der Brunnenregion. Am Treffpunkt konnte gleich die erste E-Bike-Ladestation begutachtet werden. Die sechs Gemeinden der Brunnenregion haben entlang eines 29 Kilometer langen, beschilderten „Brunnen-Tour“-Radwegs E-Bike-Ladestationen eingerichtet. Diese wurden an strategisch günstigen Plätzen entlang des Weges aufgestellt, die zu einer Rast einladen. Die Stationen wurden mit LEADER-Fördergeldern aus zwei Gebietskulissen gefördert. Die LEADER-Aktionsgruppe Kraichgau hat den Projektteil für die Gemarkung Waibstadt beschlossen, die restlichen fünf Kommunen liegen im Aktionsgebiet Neckartal-Odenwald. Eine E-Bike-Ladestation besteht aus drei abschließbaren Boxen mit jeweils zwei Stromanschlüssen, die jeder nutzen kann, der ein Ladegerät für seinen Akku mitführt. Die offzielle Übergabe der Förderschilder, die an den Stationen auf die Unterstützung durch die LEADER-Aktionsgruppe hinweisen, erfolgte in der Folgewoche. In Reichartshausen lud die Gemeinde im Freibad zu einer kleinen Erfrischung ein. Hier wurde nicht nur ebenfalls eine E-Bike-Ladestation, sondern zusätzlich auch eine RadSERVICESTATION, die sich direkt daneben befindet, eingeweiht. Die „RadSERVICE-Stationen“, von denen mittlerweile 16 (von geplanten 31 im gesamten Rhein-Neckar-Kreis) in Betrieb sind, halten neben einer Luftpumpe für alle gängigen Ventile auch Werkzeug für kleine Ausbesserungen am Fahrrad bereit. Das Aufstellen der Stationen, die den Bürgerinnen und Bürgern dauerhaft und kostenfrei zur Verfügung stehen, wird vom Landkreis gefördert. Wie praktisch diese Reparaturmöglichkeit ist, erfuhr beim Halt in Reichartshausen Bürgermeisterin Grether, als zu wenig Luft in einem Reifen war. Zusammen mit ihrem Waibstadter Kollegen Joachim Locher pumpte sie rasch und unkompliziert das Rad wieder auf. Bei strahlendem Sonnenschein ging es weiter über das herrliche Hügelland entlang zumeist autofreier Strecken mit einem kurzen Halt am Neidensteiner S-Bahnhof, der nun ebenfalls über eine neue E-Bike-Ladestation verfügt. Im Verlauf der Tour war der Tross auf stattliche 60 Personen angewachsen, die zur Mittagszeit in Waibstadt zum Käskuchenfest am Rathaus eintrafen, wo alle Teilnehmer der Tour einen Speise- und Getränkebon erhielten. Direkt am Rathaus weihte Bürgermeister Locher ebenfalls eine E-Bike-Ladestation sowie eine RadSERVICESTATION ein. Das einhellige Fazit der Tourteilnehmer lautete, dass es sich in der Brunnenregion wunderschön radeln lässt. Beate Otto, Tourismusbeauftragte des Kreises, die die Tour begleitete, begrüßt die Installation der neuen Stationen in der Brunnenregion: „Damit wird der Service für Radlerinnen und Radler im östlichen Rhein-Neckar-Kreis erweitert. Ich lade alle Radbegeisterten dazu ein, die neuen Stationen auszuprobieren.“ Eine Karte mit allen Standorten der „RadSERVICE-Stationen“ im Landkreis gibt es unter Deine Freizeit - RadSERVICESTATIONEN.

Der Streu- und Wildobsthof Mitsch wurde im Jahr 2016 als erstes LEADER-Förderprojekt vom Auswahlgremium beschlossen. Nach einer ereignisreichen Antrags- und Bauphase läuft seit Frühjahr 2018 der Probebetrieb. Nun wurde die offizielle Einweihung unter Anwesenheit von Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, den Landtagsabgeordneten Andrea Schwarz und Joachim Kößler, Vertretern des Landwirtschaftsamtes, von Erdgas Südwest, der Gemeinde, der Kreissparkasse Heilbronn und Mitgliedern des LEADER-Auswahlgremiums gefeiert. Die Gäste sprachen den Projektträgern ihre Anerkennung und Glückwünsche für die Umsetzung des Vorhabens aus. „Das LEADER-Projekt der Familie Mitsch ist ein wichtiger Ansatz, um Früchte wieder in Wert zu setzen und ein tolles Aushängeschild für die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen“, so Minister Peter Hauk, der es als wundervollen Anlass würdigte, in Sulzfeld ein LEADER-Projekt einzuweihen. Die Familie Mitsch pflegt zahlreiche Streuobstwiesen und erhält dadurch eine artenreiche Kulturlandschaft. Die nur für den Eigenbedarf leider unwirtschaftliche Bewirtschaftung drängt eine Wertschöpfungserhöhung durch die Selbstvermarktung auf. Ein Ziel ist die Stärkung des ökologischen Bewusstseins nicht erst an der Ladentheke. Gefördert wurde ein Gebäude für den Hofladen mit Café direkt angrenzend an den Streuobsterlebnispfad, in dem zugleich auch die Herstellung von Obstprodukten stattfindet sowie Nebenräume und notwendige Maschinen und Einrichtungen. Die Heizungsanlage, in der Schnittgut der Obstbäume und Sträucher verheizt wird, liefert zugleich Wärme für die Pasteurisierung der Fruchtsäfte. Ein Schaugarten dient für praktische Demonstrationen rund um Garten und Obst. Ein guter Teil der Gartenanlage wird als Spielfläche genutzt. Diese soll außer dem Kletterapfel als Start des Erlebnispfades noch einen Wasserspielbereich sowie einen Entdeckergarten enthalten. Im Hofladen werden neben den eigenen Erzeugnissen wie Frischobst, Obstsaft und Marmeladen auch Produkte anderer Hersteller aus der Region vertrieben. Der Hofladen ist von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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