Im Jahr 2017 wurde die „offene Jugend Werkstatt Oberderdingen“ (OJWO) und der gleichnamige gemeinnützige Verein gegründet. In der Halle in Flehingen ist ein „Haus der Generationen“ entstanden. Kinder, Jugendliche und Senioren arbeiten gemeinsam an Ideen und Instandsetzungen auf dem Gebiet der Technik, Naturwissenschaft, Naturschutz und Kunst. Kinder sollen praktische Fähigkeiten erlernen, die Neugier geweckt werden, Talente erkannt und die Konzentration gestärkt werden. Jung und Alt lernen und arbeiten gemeinsam. Es gibt „offene Werkstattstunden“ und zahlreiche Workshops, die als geführte Veranstaltungen zu bestimmten Arbeiten angeboten werden. Im Jahr 2018 konnten zahlreiche Kinder und Jugendliche für Schmieden, Schweissen, Nähen oder Holz – und Metallbearbeitung begeistert werden. Besonderes Interesse fand die Reparatur von Rasenmähern und Aufsitztraktoren. Es wurden Kartoffeln gepflanzt, geerntet und verspeist und ein Getreidefeld abgeerntet und der Hafer gedroschen. Obst wurde gelesen und zu Saft vermostet.

Parallel zur praktischen Tätigkeit in der Werkstatt muss vorbereitend und vertiefend theoretisches Wissen vermittelt werden, was einen beheizten Schulungsraum notwendig macht. Der Verein hat sich um LEADER-Fördermittel zur Umsetzung dieses Schulungsraumes beworben und wurde von der lokalen LEADER-Aktionsgruppe ausgewählt. Die Förderung kann neben einer Unterstützung der Gemeinde einen Teil der Investitionskosten abdecken, den Rest möchte die OJWO über Spenden abdecken und freut sich daher neben Sachspenden für die Werkstatt auch über Geldspenden für den Bau des Schulungsraumes. Den Start der Baumaßnahmen wurde am 17.11.2018 mit einer kleinen Feier unter Anwesenheit von Bürgermeister Thomas Nowitzki, Vertretern der LEADER-Aktionsgruppe und des OJWO-Lenkungskreises begangen. Dabei wurde das Förderschild überreicht, dass nun während der Baumaßnahme auf die Förderung hinweist.  Mehr Informationen zur Offenen Jugendwerkstatt Oberderdingen finden sich auf der Internetseite.

 

 

Wie können Winzer ihr Profil weiter schärfen? Wie können neue Kunden gewonnen werden? Was kann ein Architekt dazu beitragen? Diese Fragen standGaulen im Mittelpunkt des Themenabends „Wein und Baukultur“ am Donnerstag in Angelbachtal. Eingeladen hatte der LEADER-Verein und die Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammerbezirk Karlsruhe. Die Thematik Baukultur Kraichgau ist derzeit besonders im Fokus in der Region. In diesem Jahr wurde bereits ein Auszeichnungsverfahren für beispielgebende Bauten im Kraichgau gestartet, die Prämierung ist für das nächste Jahr geplant. Am Themenabend standen vor allem die Winzerbetriebe im Fokus. Mit einem Blick über den Tellerrand wurden den Anwesenden Winzern und Architekten neue Perspektiven eröffnet. Mit einem Impulsvortrag stellte Dr. Matthias Stippich, Architekt und Lehrbeauftragter am KIT Karlsruhe eine Arbeit aus Oberkirch vor. Anschließend berichtete Karolin Gaul aus Grünstadt von der Entwicklung und den Erfahrungen des modernen Neubaus am eigenen Weingut, dass sie mit Ihrer Schwester führt. Beide Vorträge waren sowohl inspirierend als auch ermutigend, dass das Thema Baukultur und die positiven Auswirkungen eines eigenen Ansatzes Aufmerksamkeit verdient und sowohl Architekten als auch Winzer in den nächsten Jahren gefragt sind, den Kraichgau hier ein noch stärkeres Profil zu geben. Dies unterstützt die regionalen Entwicklungsziele für eine verbesserte Wertschöpfung in der Region und der Vermarktung heimischer Produkte. Abgerundet wurde die Vortragsreihe mit der Vorstellung verschiedener Förderprogramme, die für Investitionen z.B. in touristische Infrastruktur von Weingütern in Anspruch genommen werden können. Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden für die tolle, horizonterweiternde Veranstaltung!

 

Seit 2016 arbeiten die Alpenstaaten an der Umsetzung des von der Europäischen Kommission angenommen Aktionsplans zur Makroregionalen Strategie der EU für den Alpenraum (EUSALP) oder auch Alpenraumstrategie genannt. Die EUSALP stellt einen Rahmen für die beteiligten Staaten (Frankreich, Deutschland, Slowenien, Italien, Österreich und die Nicht-EU-Mitgliedsstaaten Schweiz und Liechtenstein), Regionen und Organisationen dar, gemeinsame Herausforderungen unter Bündelung von Ressourcen und vertiefter Zusammenarbeit anzugehen. Dabei gilt es unter anderem, saubere Luft, frisches Wasser, eine stabile Artenvielfalt aber auch den Schutz vor Naturgefahren sicher zu stellen. All dies sind wertvolle Dienste der alpinen Landschaft für Menschen und Wirtschaft. Eine "Grüne Infrastruktur" ist Grundlage dieser Aspekte. Die EUSALP Aktionsgruppe 7 widmet sich dem Erhalt und der Verbesserung dieser "Grünen Infrastrukturen". Diskussionen über den besten Weg stehen dabei immer im Mittelpunkt.

Das Instrument des LEADER-Ansatzes in diese Überlegungen miteinzubeziehen, war Thema eines zweitägigen Workshops "EUSALP meats LEADER" vom 16. - 17. Oktober 2018 in Turin. Die EU-Alpenstrategie EUSALP, Aktionsgruppe 7, hat hierzu LEADER-Akteure und europäische Entscheidungsträger aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Slowenien und Italien sowie regionale Akteure aus der Schweiz eingeladen, um gemeinsam innovative Wege und Strategien zum gegenseitigen Nutzen zu finden. Aus Baden-Württemberg war neben Vertretern des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auch die LEADER-Aktionsgruppe Kraichgau als Repräsentant der 18 baden-württembergischen LAGs vertreten. Regionalmanagerin Dorothee Wagner präsentierte in einem Kurzvortrag innovative "Grüne LEADER-Infrastrukturprojekte" der Region und stand in Diskussionen mit den internationalen Partnern Rede und Antwort. Im Austausch konnten wichtige Synergien und gemeinsame Aspekte in den Fokus gerückt werden und es wurden Kontakte zu anderen LEADER-Aktionsgruppen in Österreich, Slowenien und Italien geknüpft.

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