Übergabe Förderschild Parkour 1 kleinNach rund zwei Jahren Planungszeit konnte der Verein Parkour Eppingen e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Eppingen die TURNBAR-Parkour-Anlage im Bürgerpark in Eppingen-Mühlbach mit LEADER Fördermitteln und weiteren Sponsorengeldern einweihen. Bei der offiziellen Eröffnung am 30. September 2022 waren Stadtrat Herbert Meixner, Ortsvorsteher Theo Antritter, LEADER Geschäftsstellenleiterin Dorothee Wagner, Klaus Bieler (Vorstand der Volksbank Kraichgau-Stiftung) sowie Willi Ernst (Vorsitzender Sportkreis Sinsheim) vor Ort vertreten. Die Vorsitzende des Vereins Parkour Eppingen e.V., Sabine Haider, nahm bei der Einweihung das offizielle LEADER-Förderschild entgegen. 

 

Die neue Anlage wird am gleichen Nachmittag bereits im Rahmen der bundesweiten MOVE-Kampagne der Deutschen Sportjugend für ein Parkour-Schnuppertraining genutzt. Am Samstag, 01.10.2022 findet in der Zeit von 11 Uhr bis 14 Uhr ein Parkour-Jam (offenes Training für Traceure und Parkour-Interessierte) statt, zu dem auch Traceure aus befreundeten Vereinen eingeladen sind.

Parkour Anlage kleinParkour ist eine relativ junge Sportart. Sie bezeichnet eine Fortbewegungsart, deren Ziel es ist, nur mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers möglichst effizient von A nach B zu gelangen. Der Parkourläufer (franz.: le traceur „der, der eine Linie zieht“) bestimmt seinen eigenen Weg durch den urbanen oder natürlichen Raum – auf eine andere Weise als von Architektur und Kultur vorgegeben. Es wird versucht, sich in den Weg stellende Hindernisse durch Kombination verschiedener Bewegungen so effizient wie möglich zu überwinden. Bewegungsfluss und ‑kontrolle stehen dabei im Vordergrund. Parkour wird deshalb auch als „Kunst der effizienten Fortbewegung“ bezeichnet.

Im Verein Parkour Eppingen e.V. gibt es lizenzierte Trainer:innen und Jugendleiter:innen. An der TURNBAR-Parkour-Anlage sollen deshalb auch spezielle Kurse in Outdoor-Fitness oder zur Rückenschulung für Ältere angeboten werden. Durch die Anlage wird der Bürgerpark insbesondere aber auch für Jugendliche und junge Erwachsene, für die bisher außer dem Bolzplatz keine Freizeit-Angebote im Bürgerpark waren, deutlich attraktiver. Ziel ist ein „Mehrgenerationen“-Bürgerpark in dem etwa auch Neubürger Kontakt zu anderen Einwohnern finden. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen Kooperationsvertrag haben die LEADER-Vorsitzende und Bürgermeisterin Sarina Pfründer (Sulzfeld) sowie Bürgermeister Piotr Szczesniak (Nowosolna) geschlossen. Die Lokalen Aktionsgruppen Kraichgau und STER in Polen, Region Łódź, wollen künftig den Austausch über die Entwicklung der Regionen im Bereich kulturelle Identität und freiwilliges Engagement der Bürger verstärken. Hierzu trafen sich Delegationen der beiden LEADER Regionen in der Geschäftsstelle und im Sitzungssaal in Angelbachtal. Geschäftsführerin Dorothee Wagner stellte zunächst die Geschäftsstelle vor und ging in einem Vortrag auf die Arbeit von Regionalentwicklung Kraichgau e.V. ein.

Die Vorsitzende Sarina Pfründer berichtete von aktuellen Projekten und den Möglichkeiten aus der Förderung der europäischen Union. Bürgermeister Piotr Szczesniak und Gemeinderat Radek Mielczarek informierten über ihre LEADER Projekte in der Region um Nowosolna. In einem gemeinsamen Workshop wurden die Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutiert. So sollen künftig gute Ideen und Projekte ausgetauscht werden. Beide Regionen befinden sich in der Situation, dass sie von starken Zentren umgeben sind, die vor allem junge Menschen und damit Fachkräfte abziehen.

Weitere Themenfelder waren Klimaschutz und die aktuellen Auswirkungen der Hitze auf die Regionen und Veränderungen in der Landwirtschaft. Außerdem die Belastung der Kommunen durch die Situation in der Ukraine sowie die Flüchtlinge. Während in Sulzfeld über 100 Menschen aus der Ukraine untergebracht waren, hat die gleichgroße Gemeinde Nowosolna mit 5000 Einwohnern schon über 200 Menschen geholfen. In der französischen Partnerstadt Avize hingegen kamen nur wenige Flüchtlinge (3 Familien) an.

20220711 Vorstellung REK REKs kleinEin Abend ganz im Zeichen des Kraichgaus war die Vorstellung des neuen regionalen Entwicklungskonzeptes für die Region am Montag (11.07.2022) in der Sinsheimer KLIMA ARENA. Seit 2015 ist der ländliche Kraichgau eine LEADER-Kulisse, in die Fördergelder der EU und des Bundes zur ländlichen Entwicklung fließen und ein Regionalmanagement unterstützt wird.

LEADER-Regionen werden immer für einen begrenzten Zeitraum bestimmt, die Förderperiode läuft Ende des Jahres aus. Im Herbst wählt das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Stuttgart Regionen aus, die sich im Zeitraum 2023 bis 2027 LEADER-Region nennen dürfen und auf die Fördergelder und weitere Unterstützung zurückgreifen können. Die lokale Aktionsgruppe Kraichgau bewirbt sich erneut und hofft auf eine Wiederauswahl. Bewerbungsgrundlage ist das regionale Entwicklungskonzept, das nun in der KLIMA ARENA vorgestellt wurde.

Kompass für den Kraichgau lautet die Überschrift des Konzeptes. Es ist entstanden in einem fast einjährigen Prozess mit intensiven und informativen Workshops, einer umfassenden Strukturdaten- und Verwundbarkeitsanalyse sowie einem Austausch mit den Interessensgruppen. Richtungsweisend soll es auch für den Umgang der Region mit globalen Herausforderungen, wie dem Klimawandel, sein. Das regionale Entwicklungskonzept dient als Handlungsleitfaden, sollten die Fördergelder erneut in die Region fließen.

Der Verein "Regionalentwicklung Kraichgau e.V." tritt als Träger der LEADER-Aktivitäten auf. In diesem sind die Kommunen und Landkreise des Gebietes organisiert sowie weitere Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialpartner, denen ein Austausch am Herzen liegt. Von Meckesheim im Norden bis Sternenfels im Süden, Kraichtal im Westen und Gemmingen im Osten bemühen sich Städte und Gemeinden, Unternehmen, Vereine und Verbände sowie engagierte Privatpersonen gemeinsam über die Verwaltungsgrenzen hinweg um diese wichtige Anerkennung.

Der Prozess wurde gesteuert von den vier Landkreisen sowie dem Verein "Regionalentwicklung Kraichgau e.V.". So wurde im Beisein der Landräte Stefan Dallinger (Rhein-Neckar-Kreis), Dr. Christoph Schnaudigel (Landkreis Karlsruhe), der ersten Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhardt (Enzkreis) und zahlreicher Landtagsabgeordneter das neue Entwicklungskonzept vorgestellt und gemeinsam mit den anwesenden Vereinsmitgliedern und Partnern aus der Region auf die Analysen und erarbeiteten Leitbilder geblickt. Exemplarisch wurden die Handlungsfelder „Einzigartige Kraichgau-Erlebnisse“, „Nachhaltiges Kraichgau-Leben“, „Lebendige Kraichgau-Orte“ und „Kreative Kraichgau-Köpfe“ vorgestellt, die sich den Themen mit besonderem Entwicklungspotential widmen. Nun heißt es Daumen drücken, dass das Konzept auch das Ministerium überzeugt und der Kraichgau wieder als LEADER-Region ausgewählt wird.

Das Entwicklungskonzept wurde gefördert aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) im Förderbereich Integrierte Ländliche Entwicklungskonzepte (ILEK). Der Verein erhält eine Unterstützung in Höhe von bis zu 35.137,50 Euro für die wissenschaftliche Begleitung und Sachausgaben.

 

Das komplette Entwicklungskonzept und die Sozioökonomische Analyse und Verwundbarkeitsanalyse zum Download:

 

Impressionen der Veranstaltung

  • Bild1Gruppenbild der Mitglieder des Vereins „Regionalentwicklung Kraichgau e.V.“
  • Bild2Landräte und Abgeordnete
  • Bild3Redner und Vorsitzende „Regionalentwicklung Kraichgau e.V.“
  • Bild4Redner und Projektträger Günther Frank (Frank GmbH Kraichtal)
  • Bild5Die Gäste der Veranstaltung
  • Bild6Musikalische Umrahmung durch Skylarks Music

 

Alle Fördermittel für dieses Jahr aus dem begehrten Programm „Regionalbudget“ sind damit verteilt. Durch den Rückzug einiger Vorhaben wurden im Laufe der letzten Wochen wenige Restmittel aus dem Programm „Regionalbudget“ frei, die nun erneut an Ideen aus der Region gebunden wurden. Das Förderprogramm Regionalbudget richtet sich an Kleinstprojekte, die maximale Gesamtkosten von 20.000 € haben dürfen. Der Schwerpunkt der Förderung liegt im Bereich Dorfentwicklung und Dorf- und Vereinsleben, Grundversorgung sowie Naherholung. Jährlich stehen 200.000 € zur Verfügung. Im Februar wurden bereits 20 Vorhaben ausgewählt, von denen 18 gerade in der Umsetzung sind oder bereits abgeschlossen wurden. Zwei Vorhaben zogen sich zurück, so dass diese Gelder in Höhe von etwas über 27.000 € neu ausgeschrieben wurden. Profitieren konnten davon drei Ideen, die in der Sitzung am Montag (27.06.2022) das Auswahlgremium überzeugen können. Es lagen doppelt so viele Bewerbungen vor. Es wurden alle eingereichten Ideen nach einem einheitlichen Schema bewertet und so eine Rangliste erstellt. Das zuständige Gremium ist der Auswahlausschuss des Vereins, in den 31 Personen aus der Region berufen wurden. Die Mittel für dieses Jahr sind damit restlos gebunden.

Die nun ausgewählten Vorhaben:

Einige Räume der alten Apotheke in Gochsheim will der Verein „Alte Stadt-Apotheke Museum & Kultur e.V.“ zu einem Apothekenmuseum umbauen. Dort sollen Kulturveranstaltungen stattfinden und ein Museum zur Apothekengeschichte eingerichtet werden. Das Vorhaben ist ein weiterer Baustein in der Museumslandschaft Gochsheim. Gefördert wird die Inneneinrichtung und Barrierefreiheit des neuen Museums.

Im Kraichtaler Ortsteil Neuenbürg will ein Winzer den Tourismus stärken. Er weist Weinwanderwege zwischen den Weinbergen und Streuobstwiesen aus und informiert entlang der Strecke. Für die stilgerechte Verpflegung soll ein Getränkeautomat Wein, heimische Streuobst-Apfelschorle und Wasser bereit stellen. Der Automat kann natürlich auch von Nicht-Wanderern genutzt werden. Gefördert wird der Getränkeautomat, um den Absatz von heimischen Produkten zu steigern und das touristische Angebot zu stärken.

Die Stadt Sulzfeld will den Wintertourismus ausbauen und investiert in die Infrastruktur der Ravensburg in Verbindung mit einem interaktiven Kunstprojekt. Neben der Anschaffung von Ruhebänken soll die Ravensburg im Winter unter dem Motto „Color the Castle“ in verschiedenen Farben leuchten. Über eine App können die Besucher Einfluss auf die Farbgestaltung der Beleuchtung nehmen. Dabei werden in das Planungsteam sowohl die Jugendlichen des 8-er Rates als auch Geflüchtete aus der Ukraine einbezogen.

Für das Jahr 2023 werden wahrscheinlich wieder Fördergelder aus dem Regionalbudget bereit gestellt. Die Ausschreibung dieser Gelder (voraussichtlich 200.000 €) erfolgt nach Möglichkeit im Herbst. Sobald der Verein die Zusage über die Gesamtmittel hat, wird das Online-Bewerbungsformular frei geschaltet.

Bewerbungen können bereits jetzt vorbereitet werden. Interessierte müssen eine verständliche Projektbeschreibung ggf. auch mit Planungsunterlagen sowie zwei Vergleichsangeboten je Leistung einreichen. Vereine benötigen zudem einen Beschluss des Vorstandes oder der Mitgliederversammlung, dass eine entsprechende Bewerbung eingereicht werden soll.

Wir befinden uns auf der Zielgeraden bei der Erstellung unseres regionalen Entwicklungskonzeptes, dass als Bewerbung für die Weiterführung unserer LEADER-Region dient. Aus den vielen Analysen, Gesprächen und Workshops in den vergangenen Monaten wurde eine erste Zusammenstellung von Entwicklungszielen vorgenommen. Gern können Sie uns letzte Anregungen geben und vor allem geplante Umsetzungsideen melden. Die Abfrage finden Sie hier (Weiterleitung zu externem Umfragetool). Wir bedanken uns recht herzlich für Ihren Input!

 

 

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